Bedford Stuyvesand ist das größte Schwarzenviertel New Yorks. Der "normale Weiße" macht einen weiten Bogen um diesen Bezirk, daher ist die Chance eine weitere Kalkleiste zu treffen ist nicht besonders - ist mir zumindest nie passiert. Neben den wunderschönen Brownstones rund um die Hancock Street bin ich auch der Menschen wegen in Bed-Stuy unterwegs. Immer nett, herzlich und freundlich. Da wird man schon mal zum Tee eingeladen nur weil ich mich für den Garten im Hinterhof interessierte. Und schon war ich mitten im Gespräch. Dann folgt das, was mir auch schon in Harlem aufgefallen ist. Es kommen nicht die üblichen oberflächlichen Fragen "wiegehts wokommstduher wasmachstduberuflich" sondern Gespräche über Politik, Kirche oder Rassismus. Auch wenn mein Englisch lausig ist, war es wunderbar mit ein paar Leuten über Ängste und Probleme in Bedstuy zu reden. Und gerade in solchen Gegenden wird mir immer wieder bewußt: Vom vielbeschworenen Schmelztiegel ist New York meilenweit entfernt. Das nebeneinander herleben klappt ganz gut, allerdings mit verschmelzen hat das wenig zu tun.

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